Der Neujahrsempfang der FSG Wien ist jedes Jahr ein besonderer Moment. Auch 2026 bot er wieder Raum für ein gemütliches Beisammensein, persönliche Gespräche und intensives Netzwerken. Der Abend stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Krafttankens für das neue Jahr – durch Austausch, neue Ideen und gelebten Zusammenhalt innerhalb der Gewerkschaftsbewegung.
Den Auftakt machte der Vorsitzende der FSG Wien, Christian Meidlinger, der in seinem Rückblick betonte, wie erfreulich es ist, dass es, erstmals seit Langem, wieder eine sozialdemokratische Regierungsbeteiligung auf Bundesebene gibt. Er erinnerte daran, welche politischen Alternativen im Raum standen, und machte deutlich, wie viel seither bereits auf den Weg gebracht werden konnte – Errungenschaften, auf die man mit Recht stolz sein darf. Gleichzeitig machte Meidlinger klar, dass die Arbeit damit keineswegs getan sei: Betriebsrät:innen, Personalvertreter:innen und Gewerkschafter:innen bleiben weiterhin gefordert, entschlossen für Arbeitnehmer:innen einzustehen und dort gegenzuhalten, wo es notwendig ist. Die FSG mache Politik für jene, die wirklich Unterstützung brauchen – und werde hier nicht nachgeben.
Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer Wien, blickte in ihrer Rede positiv ins neue Jahr. Ein Rückblick zeige deutlich, was gemeinsam erreicht werden konnte – etwa die Bankenabgabe oder die Umsetzung des Chancenbonus. Ihr zentrales Anliegen: Jedes Kind soll die gleichen Chancen haben. Klar positionierte sie sich erneut gegen eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters. Sie bedankte sich ausdrücklich für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Funktionär:innen und betonte, wie wichtig die Stärke der Gewerkschaftsbewegung sei. Ihr Appell: „Bleiben wir positiv – es liegt an uns, Dinge weiter zu verbessern.“ Besonders hob sie hervor, dass Wien mit großer Verantwortung dafür sorge, dass notwendige Einsparungen sozial gerecht umgesetzt werden.
Landesparteisekretär Jörg Neumayer unterstrich die gemeinsame Verantwortung von Sozialdemokratie und Gewerkschaften, auch unter schwierigen budgetären Bedingungen eine starke Zukunft für Arbeitnehmer:innen zu gestalten. Durch gemeinsame Investitions- und Standortpolitik sei es möglich gewesen, die vielen neuen Arbeitsplätze in einer der sichersten und lebenswertesten Städte der Welt zu schaffen. Er betonte, dass 2026 ein herausforderndes Jahr werde – umso wichtiger sei es, dass kein Blatt zwischen Gewerkschaft und Partei passe. Er betonte die vielen Erfolge bei den Kollektivvertragsverhandlungen und kündigte an, dass das Programm „Wirtschaft mit Haltung“ des Bürgermeisters im neuen Jahr eine zentrale Rolle spielen werde.
Zum Abschluss richtete Landesgeschäftsführer Sandro Beer den Blick auf jene, ohne die all das nicht möglich wäre: die Betriebsrät:innen. Viele Erfolge entstehen leise, im Hintergrund, durch tägliche Arbeit, durch Zuhören, durch Dranbleiben. Genau darin liege die Stärke der Wiener Fraktion. Diese Wertschätzung müsse spürbar in die Betriebe getragen werden – genauso wie die Information darüber, was bereits erreicht wurde und wofür man weiter kämpft. 2026 bringe neue Herausforderungen, aber auch Chancen. Mit der starken Regierung im Jahr 2025 seien wichtige Verbesserungen umgesetzt worden, etwa für freie Dienstnehmer:innen oder mit der Teilpension. Der FSG-Neujahrsempfang machte eines deutlich: „Unsere Betriebsrät:innen verdienen Respekt, unsere Gewerkschaften Rückhalt und unsere Kolleginnen und Kollegen eine starke Stimme.“, so Beer.
Mit diesem gemeinsamen Verständnis und geschlossener Solidarität startet die FSG Wien entschlossen ins Jahr 2026.
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